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Zwischenbericht 48

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Juli 2008       


Äthiopien

Attat Hospital Gurage Zone 10.11.2007

Liebe Mitglieder der Aktion Regelmässig,

Frohe dankbare Grüße aus Äthiopien. Ihre treue Spende kommt gerade zur rechten Zeit. Es ist wie ein Zeichen Gottes - dass er an unserer Seite ist und uns irgendwie bestätigt - die neue Lohnerhöhung im Land anzunehmen. Sie sollte von Juli 2007 an in Kraft treten. Nach langer Überlegung wollen wir auch unseren Angestellten diese zukommen lassen, da die Preise hier für alles enorm angestiegen sind. So wollen wir im November damit starten und auch den September und Oktober nachzahlen. Unser Mindestlohn beträgt hier 500 Birr (= 40 €uro). Nur 2 Angestellte bekommen ein Gehalt von ca. 3000 Birr. Außerdem haben wir nun - Gott sei Dank - mehr ausgebildetes Personal. 10 Personen kamen in diesem Jahr allein vom Studium zurück, dies bedeutet natürlich auch für uns höhere Kosten. Alle unsere Angestellten haben auch Kinder, die sie zur Schule und Ausbildung - für die sie zahlen müssen - schicken wollen und Geschwister, die sie auch noch bei der Ausbildung unterstützen müssen.

Wir haben ein Education-Fund als Kredit für die Angestellten. Mit dem neuen Gehalt wird es für sie etwas leichter, die monatlichen Zurückzahlungen zu tätigen. Bei der Ausbildung von unseren Angestellten werden wir auch von Misereor unterstützt. Dies ist für uns sehr hilfreich, da die Menschen nach der Ausbildung unserem Hospital treu bleiben.

Wir können nur hoffen und beten dass die Heimat uns weiterhin unterstützt bei unserer Arbeit. Unsere Kranken können ja oft die ganze Rechnung nicht bezahlen - an eine Erhöhung der Preise ist kaum zu denken - denn dann können die meisten Kranken erst gar nicht kommen. Wir wünschen Ihnen Gottes Segen für Ihre Arbeit! Nochmals unseren allerherzlichsten Dank für Ihre Mitsorge - im Namen all unserer Schwestern hier und Angestellten und Kranken!

Ihre
Schwester Inge Jansen


PS: Am 13.04.2008 berichtete das ZDF-Magazin "Mona Lisa" einen Beitrag über das Krankenhaus in Attat. Im zugehörigen Internet-Artikel wird zudem auf Aktion Regelmässig verwiesen. Video und Bericht hier


Kenia

Kinder werden mit dem Jeep zur AIDS-Therapie abgeholt

Seit 1993 unterstützen wir die Gesundheitsarbeit im Slumviertel Korogocho. Schwester Encarnacion Perez schreibt in Ihrem Brief vom Dezember über das Programm "Junge Gesundheitshelfer":

Dieses Programm soll den Menschen in Korogocho das Gesundheitssystem näher bringen und gleichzeitig HIV/Aids-infizierten Jugendlichen so wie Kindern mit Behinderungen, Waisen und anderen gefährdeten Kindern Unterstützung und Hilfe geben.

Das Programm ist für Kinder von Patienten. Wenn diese dem Programm beitreten, werden sie zu jungen Gesundheitshelfern ausgebildet damit sie sich um ihre kranken Eltern sowie die Pflege ihrer kleinen Geschwister kümmern können. Die Ausbildung dauert je nach Alter und Notwendigkeit ein oder zwei Jahre.

Von 100 Kindern. die 2007 begonnen hatten, absolvierten 85 das Trainingsprogramm erfolgreich. Einige haben die Ausbildung abgebrochen als Ihre Eltern starben oder wenn der Weg nach Korogocho zu weit war. Wenn sie nach dem Tod ihrer kranken Eltern dort blieben erhielten sie moralische Unterstützung durch die Lehrer damit sie das Leben ohne ihre Eltern meistern können. Wenn die Kinder ihre Eltern verlieren, bilden sie Gruppen mit anderen Waisen, um sich gegenseitig zu unterstützen. Infolge der Beratung gab es im Jahre 2007 keine ungewollte Schwangerschaft bei den Minderjährigen.

Ende 2007 wurden viele Kinder Waisen nach politischen Unruhen in Kenia.



Guatemala

Im Jahre 2004 hatten wir zuletzt die Primarschule in Santa Cruz del Quiché unterstützt. In diesem Jahr haben wir uns noch einmal mit 2000 €uro an den Kosten beteiligt. Ein weiteres Projekt im gleichen Ort (Hühnerzucht) ist derzeit in Vorbereitung. Dazu mehr im nächsten Zwischenbericht.



AR-intern

Die AR-Kerngruppe hat sich vergrößert: Seit Ende Oktober 2007 sind wir mit Fiona Wiera und Andreas Waage nun 12 Aktive bei Aktion Regelmässig. Außerdem gab es eine Veränderung im Vorstand. Birgit Kröger - Vorstandsmitglied seit 1981 - hat ihr Vorstandsamt abgegeben, bleibt aber aktiv in der Kerngruppe. Ihr Amt hat Cornelia Waage übernommen. Damit besteht der Vorstand nun aus Cornelia Waage, Erhard Wiera und Reinhard Bach.



Kassenbestand am 1.1.20072.629,57 €
+ Spendeneinnahmen25.807,17 €
+ Habenzinsen 10,72 €
- Ausgaben für Projekte Details25.893,77 €
- Gebühren43,56 €
+ Erstattung Gebühren43,56 €
Kassenbestand am 31.12.20072.553,69 €




Kenia

Ingeborg Langefeld

Ingeborg Langefeld (ehemalige Leiterin des Gesundheitsamts Gelsenkirchen und früher wohnhaft in Mülheim-Saarn) hat in Diani Beach, Kenia eine Mädchenschule aufgebaut.

Die Schule nennt sich Maendeleo-Academy, was auf Kisuaheli Fortschritt bedeutet. Die Kosten für Aufbau und Unterhalt der Schule werden durch Patenschaften und Spenden finanziert, u. a. durch den Verein Girls' Hope aus Gelsenkirchen. In vier Klassen bereiten sich 60 Schülerinnen (nach 8 Jahren Grundschule) nun in 4 Jahren auf ihr Abitur vor. Stolz sind die Betreiber der Schule, dass sie jeder Schülerin ein Schulbuch zur Verfügung stellen können. Seitdem dies der Fall ist, haben sich die Leistungen deutlich verbessert. Die Schule ist noch relativ neu; Strom gibt es dort erst seit 2007, so dass eine PC-Spende in dieser Zeit gerade rechtzeitig kam. Das Schulgeld beträgt ca. 160 €uro pro Kalen-derjahr. Teils wird dies von den Eltern der Mädchen getragen, zum anderen Teil bringen Paten diesen Betrag auf. Ein Lehrer dort verdient etwa 1300 Euro im Jahr. AR beteiligt sich mit 3.000 €uro an den Kosten für einen Neu- bzw. Anbau.



 

Wenn ich abends am Indischen Ozean sitze und aufs Meer schaue
weiß ich wie groß die Welt ist - und wie klein meine Probleme sind


Ingeborg Langefeld


Einen schönen Sommer wünscht
Ihr AR-Team


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